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Umschuldung Wohnraumfinanzierung


Ist eine Umschuldung sinnvoll?

Hallo und herzlich willkommen zu einer weiteren Folge unserer YouTube-Reihe “BusinessFragen kompetent und verständlich beantwortet”.

Diese Fragestellung muss leider mit einem “ES KOMMT DARAUF AN!” beantwortet werden. Der Grund hierfür liegt darin begründet, dass im Rahmen einer möglichen Umschuldung einer Wohnraumfinanzierung zahlreiche Faktoren mit berücksichtigt werden müssen.

Sicherlich gibt es zahlreiche Situationen in denen eine mögliche Umschuldung sinnvoll ist. In den meisten Fällen habe ich jedoch im Rahmen meiner knapp 21 jährigen Tätigkeit für österreichische und international tätige Banken die Erkenntnis gewonnen, dass der Hauptgrund bzw. Auslöser für eine gewünschte Umschuldung die Verkaufsaktivität eines Vermögens- bzw. Bankberaters ist, ohne hierbei dem Kunden wirklich einen Vorteil zu erarbeiten.

Um die konkrete Fragestellung zu beantworten muss jeder Fall individuell geprüft und mathematisch durchgerechnet werden. Hierbei ist nicht nur auf den vereinbarten Sollzinssatz zu achten, sondern auch eventuell zusätzlich anfallende Gebühren und Kosten zu berücksichtigen. Speziell im Bereich von Wohnraumfinanzierungen mit hypothekarischer Sicherheit können im Rahmen einer Umschuldung, z. B. neuerliche Grundbuchseintragungsgebühren, Bearbeitungsgebühren, … entstehen. Abhängig von der Höhe des aushaftenden Kreditbetrages kann hier schnell von 4 – 5stelligen Beträgen gesprochen werden.

Fazit: Vertrauen Sie nicht blind auf Ihren Vermögens- oder Bankberater und vergleichen Sie die bestehende Finanzierung detailliert mit dem Umschuldungsangebot. Darüber hinaus besteht auch noch die Möglichkeit (bevor Sie eine Umschuldung unterschreiben) mit Ihrer bestehenden Bank neue Vertragsbedingungen zu verhandeln (funktioniert aber nicht immer).

Gepostet in der Kategorie: Wertpapiere | Börse | Persönliche Finanzen